Dekozeiger

Stadtökologie – Natur im Siedlungsraum

Für Pflanzen und Tiere ist der urbane Raum ein wichtiger Lebensraum geworden. Hier werden mehr als ein Drittel der rund 3000 in der Schweiz wildwachsenden Pflanzenarten angetroffen. Die Vielfalt an Wirbellosen ist grösser als in wirtschaftlich genutzten Wäldern oder in Landwirtschaftsgebieten. 16 der 30 in der Schweiz lebenden Fledermausarten kommen im Siedlungsraum vor. Naturnahe Flächen im Siedlungsraum sind aber nicht nur für die Artenvielfalt wichtig, sondern auch für die Bevölkerung. Heute leben drei Viertel der Schweizer und Schweizerinnen in Städten und Agglomerationen. Die Natur in der Stadt trägt zur Verbesserung ihrer Lebensqualität und ihrer Gesundheit wesentlich bei.
Im Rahmen seiner Projekte setzt sich das ÖkoBüro für Naturräume und Grünflächen im Siedlungsraum ein, die eine hohe Artenvielfalt aufweisen und den Menschen Erholungsmöglichkeiten und Naturerlebnisse bieten.

Projekte
  • Mitarbeit am Projekt Modellvorhaben Freiraum Freiburg der Agglomeration Freiburg (2015/2017) im Auftrag der Agglomeration Freiburg
  • Erarbeitung der Bereiche „Natur und Landschaft“ für das Agglomerationsprogramm der dritten Generation (AP3) der Agglomeration Freiburg (2015/2016) im Auftrag der Agglomeration Freiburg
  • Umsetzung des Projekts “Schmetterlingsgärten und Schmetterlingsgemeinden” (2005-2016) im Auftrag von Pro Natura Freiburg

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UVP / Baubegleitungen

Grosse Bauprojekte können während ihrer Bauphase und nach ihrer Inbetriebnahme unerwünschte Auswirkungen auf die Umwelt haben, die nur mit geeigneten Massnahmen vermindert oder vermieden werden können. Laut Umweltschutzgesetz sind grössere Bauprojekte einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterstellt. Der aus der UVP resultierende Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) enthält Massnahmen, die erlauben, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu verhindern oder zu kompensieren. Damit diese Massnahmen auch korrekt umgesetzt werden, müssen die Projekt von Spezialisten während der Bauphase begleitet werden.
Das ÖkoBüro ist in der Regel für die Bereiche „Flora, Fauna und Biotope“ und „Landschaft und Ortsbild“ eines UVB zuständig. Um die anderen Bereiche wie u.a. Lärm, Luft oder Wasser abzudecken, arbeitet es mit externen Fachbüros zusammen. Bei der Realisierung von UVP und der Begleitung von Bauprojekten achtet das ÖkoBüro besonders darauf, dass sich die Projekte möglichst positiv auf Fauna und Flora auswirken.

Projekte
  • Erstellung des Umweltverträglichkeitsberichtes (UVB) für die vereinfachte Güterzusammenlegung von Léchelles (2016/2017) in Zusammenarbeit mit dem Büro Hirsiger & Péclard SA im Auftrag Meliorationskörperschaft von Léchelles
  • Erstellung der Studie “Natur und Landschaft” im Rahmen der UVP für die Inertstoffdeponie Pré Bovet, Gemeinde Gandcour (2016) im Unterauftrag des Büros Impact-Concept SA
  • Ökologische Gestaltung der Retentionsmassnahmen “Birch”, Gemeinde Düdingen und “Breita”, Gemeinde Heitenried (2011), im Unterauftrag des Ingenieurbüros Ernst Fuchs AG
  • Studie zur Situation der Amphibien im Rahmen des Ausbaus der Strasse Romont-Vaulruz (2010), im Unterauftrag des Büros Triform SA
  • Baubegleitung der Verlegung einer Abwasserleitung im Auengebiet von nationaler Bedeutung Aergera (2010), im Auftrag der Amtes für Natur und Landschaft des Kantons Freiburg
  • Erstellung der Studie “Natur und Landschaft” im Rahmen der UVP für die Verbindungsstrasse Birch – Liuggiwil, Gemeinde Düdingen (2009) im Unterauftrag des Büros IC Infraconsult AG

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Landschaftsplanung / Landschaftsinventare

Zahlreiche Kleinelemente wie Hecken, Obstgärten, Einzelbäume aber auch Tümpel und Weiher oder Blumenwiesen prägen die Kulturlandschaft. Die Gemeinden spielen eine Schlüsselrolle im Schutz dieser besonders wertvollen Lebensräume. Dieser wird in der Regel im Rahmen der Ortsplanung geregelt. Das 2014 in Kraft getretene kantonale Naturschutzgesetz verlangt von den Gemeinden, dass sie ein Inventar der Biotope auf ihrem Gemeindegebiet erstellen.
Das ÖkoBüro hat schon sehr früh für diverse Gemeinden Aufträge im Bereich Landschaftsplanung und Inventarisierung von Lebensräumen umgesetzt. Seit dem Inkrafttreten des neuen Naturschutzgesetzes im Kanton Freiburg erstellt es auch Inventare von Biotopen durch, welche den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

Projekte

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Erstellung von Biotopen / Artenschutz

Die Zerstörung der Biotope ist die Hauptursache für den Rückgang der Artenvielfalt weltweit. Auch in der Schweiz haben die natürlichen und naturnahen Lebensräume in den vergangenen 150 Jahren stark abgenommen. Um die Biodiversität langfristig zu erhalten, müssen Lebensräume neu geschaffen und besondere Arten mit spezifischen Schutzprogrammen gefördert werden.
In Zusammenarbeit mit Gemeinden, Naturschutzorganisationen und privaten Grundeigentümern, insbesondere Landwirte, hat das ÖkoBüro seit 1998 zahlreiche Projekte zum Schutz der Artenvielfalt und zur Aufwertung der Lebensräume umgesetzt. Es war unter anderem beteiligt an der Realisierung von mehreren Amphibienlaichgewässern und an der Pflanzung von über 2000 Bäumen und mehr als 50 Hecken.

Projekte
  • Erstellung von Kleingewässern in einem Waldstück in Corcelles-près-Payerne (2016) im Auftrag des WWF Waadt
  • Erstellung von Kleingewässern in einem Waldstück in Giffers (2015) im Auftrag von Pro Natura Freiburg
  • Umsetzung eines Braunkehlchenschutzprojekts im Intyamon (2004 – 2015) im Auftrag des Schweizer Vogelschutzes SVS Birdlife Schweiz mit Unterstützung des Fonds Landschaft Schweiz. Das Projekt wurde 2016 dem ehemaligen Mitarbeiter des ÖkoBüros Jérôme Gremaud, atelier 11a, übergeben.
  • Erstellung von Kleingewässern im Bergmoos bei Schmitten (2013) im Auftrag von Pro Natura Freiburg
  • Erstellung von Kleingewässern in Bundtels bei Düdingen (2013) im Auftrag von Pro Natura Freiburg
  • Leitung eines Auerhuhnschutzprojekts im Kanton Freiburg (2001 – 2004) im Auftrag von Pro Natura Freiburg

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Naturschutzgebietspflege

Seit seiner Gründung im Jahr 1998 setzt das ÖkoBüro im Auftrag des Amtes für Natur und Landschaft des Kantons Freiburg die Pflegekonzepte für verschiedene Naturschutzgebiete von nationaler Bedeutung um:

  • Düdingermöser (Hochmoor Nr. 69, Flachmoor Nr. 1118 / 1120, Amphibienlaichplatz Nr. 147)
  • Franislismoos (Flachmoor Nr. 1122)
  • Saaneboden (Amphibienlaichgebiet Nr. 144)

Das ÖkoBüro ist auch für die Pflege von Schutzgebieten von untergeordneter Bedeutung zuständig. Die Pflegearbeiten werden mit Freiwilligen, Landwirten und Forstleuten sowie mit stellenlosen Personen des Vereins für aktive Arbeitsmarktmassnahmen (VAM) durchgeführt.

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Vernetzungsprojekte nach DZV

Seit dem Inkrafttreten der Öko-Qualitätsverordnug (ÖQV) 2001 fördert der Bund mit regionalen Vernetzungsprojekten die Vernetzung von Biodiversitätsförderflächen, früher ökologische Ausgleichsflächen genannt, in der Landwirtschaft. Seit 2013 wurde der Inhalt dieser Verordnung in die Direktzahlungsverordnung (DZV) intergriert.
1998, also lange bevor die ÖQV in Kraft getreten ist, hat das ÖkoBüro bereits ein Vernetzungsprojekt erfolgreich umgesetzt. Es war das Pilotpojekt “Bäriswil” in den Gemeinden Düdingen, Schmitten und Tafers, welches 2002 das erste anerkannte Vernetzungsprojekt nach ÖQV des Kantons Freiburg war.
 Seither hat das ÖkoBüro zahlreiche Vernetzungsprojekte in den Kantonen Freiburg (21 Projekte), Bern (4 Projekte) und Waadt (7 Projekte) erarbeitet und umgesetzt.
Seit 2016 betreut das ÖkoBüro keine Vernetzungsprojekte mehr. Sie wurden den ehemaligen Mitarbeiten Delphine Kolly, Emanuel Egger, Jérôme Gremaud et Grégoire Schaub übertragen, welche ihre eigene Unternehmen gegründet haben: D.KARTouche, Natura Consultus GmbH und atelier 11a.

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Umweltbildung

Der Mensch schützt nur was er kennt und so ist die Zerstörung von Lebensräumen häufig auf Unwissenheit zurückzuführen.
Das ÖkoBüro ist überzeugt, dass Aus- und Weiterbildungsangebote im Natur- und Umweltbereich für alle Bevölkerungsschichten, unabhängig von Beruf, Alter oder Herkunft, die beste Voraussetzung bildet für die langfristige Erhaltung der Biodiversität.

Projekte
  • Referent am sanu-Kurs “Lutte contre les néophytes envahissantes” (2014, 2015, 2016) im Auftrag von sanu future learning AG
  • Referent am Ausbildungskurs Wildhut Schweiz (2016) im Auftrag des JFK Jagd- und Fischereiverwalterkonferenz
  • Kursleiter in den Kursen für Zivildienstleistende mit Schwerpunktgebiet Natur- und Umweltschutz (seit 2011), im Auftrag der Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch
  • Organisation des GEO-Tages der Artenvielfalt an der Sense (2006), im Aurtag des Vereins O.S.K.A.R.
  • Organisieren und Durchführen von Heckenpflegekursen für Landwirte, Kantons- und Gemeindeangestellten (1998-2015), im Auftrag des Amtes für Natur und Landschaft des Kantons Freiburg
  • Organisieren und Durchführen von Naturschutzanlässen mit Schulen oder Vereinen (Heckenpflanzungen, Bekämpfung von investiven Pflanzen, u.a.)
  • Durchführung von Exkursionen zu spezifischen Naturthemen (Amphibien, Hoch- und Flachmoore, Biber, Naturgärten, Gewässer, …)

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Gestaltung von Informationsmaterial

Das Ökobüro verfügt auch über Kompetenzen im Bereich Konzeption und Gestaltung von Informationstafeln und Broschüren. Beispiele sind unter Supplements zu sehen.

Projekte

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Übersetzungen

Dank seiner Zweisprachigkeit ist das ÖkoBüro in der Lage sowohl deutschsprachige Texte ins Französische zu übersetzen als auch französischsprachige ins Deutsche.

Projekte
  • Übersetzung ins Deutsche der Broschüre “Les érables du Jardin Botanique de Fribourg” (2016) im Auftrag des Botanischen Gartens Freiburg

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Weitere Projekte

Weitere Informationen finden Sie unter Supplements

ÖkoBüro Bureau d'Écologie - rte de la Fonderie 8c - 1700 Freiburg - 026 422 22 08